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In einer globalisierten Welt müssen nationale Prozesse mehr und mehr den international gültigen Verfahrensweisen weichen. Die weltweit individuell etablierten Zahlungsverkehrs-Systeme sprechen jedoch eine andere Sprache, sie sind nach wie vor national unterschiedliche Verfahren – selbst innerhalb der europäischen Union. Um diesem gewachsenen „Wildwuchs“ ein Ende zu setzen, hat die Politik in Zusammenarbeit mit der Kreditwirtschaft einheitliche Regelungen für den nationalen und europäischen Zahlungsverkehr geschaffen: kurz SEPA. Die Abkürzung steht für die englische Bezeichnung Single Euro Payments Area (Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum). Das neue einheitliche Verfahren ist gültig für Euro-Zahlungen in den 28 EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, Monaco und der Schweiz, das neue Verfahren lehnt sich an internationale Zahlungsverfahren an. SEPA bildet ein elementares Kriterium auf dem Weg zur Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion.

Bereits seit 2009 wird schrittweise parallel zum klassischen nationalen Überweisungs- und Lastschriftverfahren mittels Bankleitzahl und Kontonummer das europaweit einheitliche SEPA-Zahlungsverfahren eingeführt. Nach anfänglichen allgemeinen Problemen und Unstimmigkeiten der einzelnen Mitgliedsstaaten wird es nun ernst. Ab Februar 2014 werden die nationalen Zahlungsverfahren durch das neue europäische Verfahren ersetzt.

Nachfolgend finden Sie Informationen zu den neuen Regelungen (IBAN, BIC, SEPA-Überweisungen, SEPA-Lastschriften usw.), die natürlich auch im Rahmen der Abfallgebührenveranlagung und Berechnungen von Leistungen durch die Abfallwirtschaft Torgau-Oschatz GmbH Anwendung finden.

Was bedeutet IBAN und BIC?
Die IBAN, International Bank Account Number, ist die weltweit gültige Nummer für Ihr Bankkonto. Im Prinzip ist die IBAN immer gleich aufgebaut: Sie besteht aus einem internationalen Teil, der sich aus einem Länderkennzeichen (DE) und einer zweistelligen Prüfziffer zusammensetzt und einem nationalen Teil, der individuelle Kontodetails enthält. In Deutschland sind das für Ihr Bankkonto Ihre Bankleitzahl und Ihre Kontonummer.
Der BIC, Business Identifier Code, bezeichnet die international gültige Bankleitzahl eines Geldinstituts. Beide Nummern ermöglichen im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr eine eindeutige Zuordnung.
Schon jetzt finden Sie Ihre IBAN und BIC auf Ihren Kontoauszügen. Detaillierte Informationen finden Sie u. a. auf der Website der Deutschen Bundesbank.

SEPA-Überweisungen
Mit der neuen SEPA-Überweisung sind schon seit längerer Zeit sowohl Inlandsüberwei-sungen als auch internationale Überweisungen innerhalb den 28 EU-Staaten sowie Is-land, Liechtenstein, Norwegen, Monaco und der Schweiz möglich. Diese Internationalisie-rung bedeutete aber auch, dass die bisher bei Überweisungen verwendeten nationalen Kontonummern und Bankleitzahlen durch einheitliche Formate ersetzt werden mussten. Zu diesem Zweck wurde die IBAN als neue europäische Kontonummer eingeführt. Anstel-le der bisherigen Bankleitzahlen tritt der BIC.

Auch wenn Deutschland bis 2016 eine Gnadenfrist für die Umsetzung der SEPA-Regularien erwirkt hat (siehe: „Ab wann wird SEPA eingeführt“), werden Sie spätestens ab dem 1. Februar 2014 bei Ihren Zahlungen mittels Überweisung mit den SEPA-Verfahren konfrontiert. Überweisungsträger und Zahlscheine werden zukünftig nur noch IBAN bzw. BIC anstatt Kontonummer und Bankleitzahl beinhalten.

Die Abfallwirtschaft Torgau-Oschatz GmbH wird ab 2014 zur Veranlagung von Gebühren die neuen SEPA-Überweisungsträger mit IBAN und BIC nutzen.

Die nachfolgende Ausfüllhilfe für die neuen SEPA-Überweisungen (Euro-Überweisungen), soll Ihnen als visualisierter Leitfaden dienen.


Nachfolgend noch einmal alle Daten, die auf der neuen Euro-Überweisung angegeben werden müssen (von oben nach unten auf dem Formular):

  1. Name des Zahlungsempfängers bzw. Begünstigten
  2. IBAN (internationale Kontonummer) des Empfängers bzw. Begünstigten
  3. BIC (internationale Bankleitzahl) des Empfängers bzw. Begünstigten
  4. Überweisungsbetrag in Euro und Cent
  5. Verwendungszweck (z.B.: Kunden-, Bescheid-, Rechnungsnummer Mandatsreferenz)
  6. Angaben (Name, Vorname, Firma, Ort) zum Absender bzw. Kontoinhaber
  7. IBAN des Absenders bzw. Kontoinhabers
  8. bei Verwendung eines neutralen Formulars BIC der Bank des Absenders


Ab wann wird SEPA eingeführt?

Gemäß  einer EU-Verordnung ist der 1. Februar 2014 als verbindlicher Auslauftermin für die nationalen Zahlverfahren für Überweisungen und Lastschriften in den Euroländern festgelegt. Ab diesem Zeitpunkt werden die nationalen Überweisungs- und Lastschriftverfahren durch die SEPA-Zahlverfahren ersetzt. Jedoch erleichtert in Deutschland bis 1. Februar 2016 eine Übergangsbestimmung die Umstellung auf SEPA. Demnach dürfen bis zu diesem Zeitpunkt Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin ihre Kontonummer und Bankleitzahl verwenden.

SEPA-Lastschrift
Das neue SEPA-Lastschriftverfahren ermöglicht neben dem inländischen auch einen europaweiten Geldeinzug. Ein weiteres Merkmal der neuen SEPA-Lastschrift ist die acht Wochen andauernde Frist, in der eine Erstattung des belasteten Betrags verlangt werden kann. Die rechtliche Legitimation für den Einzug von SEPA-Lastschriften sind SEPA-Mandate, die das bisher angewande Einzugsermächtigungsverfahren ersetzen.

SEPA-Mandat/SEPA-Kombimandat


Voraussetzung für den Einzug von SEPA-Lastschriften sind SEPA-Mandate. Diese umfassen sowohl die Zustimmung des Zahlers zum Einzug der Zahlung per SEPA-Lastschrift an den Zahlungsempfänger als auch den Auftrag an das eigene Kreditinstitut zwecks Einlösung und Kontobelastung der Zahlung. Das Kombimandat verbindet die bisherige Einzugsermächtigung im nationalen Lastschriftverfahren mit dem Mandat im europäischen SEPA-Lastschriftverfahren. Es hat den Vorteil, dass die darin enthaltene Einzugsermächtigung bis zum 1. Februar 2014 für den Lastschrifteinzug verwendet werden kann. Nach der Umstellung auf das europäische Verfahren wird dann das im SEPA-Kombimandat enthaltene SEPA-Mandat genutzt.

 

 

Unter der A.TO GmbH Internetseite http://www.ato-online.de/pdf/fe.pdf finden Sie das Formular zum erteilen eines SEPA-Mandats.

 

 

 

 

Mandatsreferenz/Gläubiger-Identifikationsnummer
Jedes SEPA-Mandat erhält von der Abfallwirtschaft Torgau-Oschatz GmbH eine Referenznummer, um es eindeutig zu kennzeichnen. Bei einer Belastungsbuchung erkennen Sie durch diese Referenznummer (Mandatsreferenz), dass es sich um das von Ihnen erteilte Mandat handelt. Hierzu nutzt die Abfallwirtschaft Torgau-Oschatz GmbH Ihre 6stellige Kundennummer, die gleichzeitig als Mandatsreferenz zu verstehen ist.
Die Gläubiger-Identifikationsnummer dient der europaweit einheitlichen Kennzeichnung des Zahlungsempfängers. Die Gläubiger-Identifikationsnummer der Abfallwirtschaft Torgau-Oschatz GmbH, die wir Ihnen zukünftig mit jedem Gebührenbescheid und jeder Rechnung mitteilen, lautet: DE3200100000112398.
Mit der Referenznummer und der Gläubiger-Identifikationsnummer lässt sich jedes erteilte Mandat eindeutig identifizieren. So können Sie leicht prüfen, ob Sie dem Zahlungsempfänger ein SEPA-Mandat erteilt haben.

Bestehende Einzugsermächtigung
Die der Abfallwirtschaft Torgau-Oschatz GmbH in der Vergangenheit erteilten Einzugsermächtigungen werden als SEPA-Mandat weitergenutzt. Hierzu werden Sie vor dem ersten SEPA-Lastschrifteinzug über den Wechsel vom Einzug per Einzugsermächtigungslastschrift auf den Einzug per SEPA-Lastschrift unter Angabe von Gläubiger-Identifikationsnummer und Mandatsreferenz in Form eines Gebührenbescheids (Rechnung) informiert. Damit entfällt die aufwändige Einholung von SEPA-Mandaten.